„Wann machen wir wieder Musik?!“

Vor zwölf Jahren initiierten die FREUNDE AUF DER BULT E.V. das Interaktive Musizieren

Auf den Stationen erklingen immer wieder ganz zarte, manchmal auch fröhliche rhythmisch-mitreißende Klänge. Die drei interaktiven Musiker Maria Hollander, Leo Keita und Kirsten Rotter kommen regelmäßig mit Gitarre, Ukulele, Leier, Kinderharfe, Sansula, Kalimba, Nasenflöten, ihrer Stimme und vielen kleinen Klangüberraschungen auf die BULT. An verschiedenen Tagen besuchen sie die Stationen 2, die Kinderchirurgie/HNO, KJM bis zur Neonatologie und die Intensivstation.

Je nach Schwere der Erkrankung oder Alter der Patienten ergeben sich dabei verschiedene Begegnungen und Situationen, die sich individuell, zeitlich flexibel und vor allem immer freiwillig entwickeln. Interaktives Musizieren heißt mit den Kindern in Kommunikation, in den musikalischen Austausch zu gehen: Manche Kinder haben wenig Berührungsängste, anderen muss man sich sehr langsam und vorsichtig nähern. Mit manchen Kindern wird zusammen „Pippi Langstrumpf“ gesungen oder es wird mit Klängen experimentiert. Es gibt viele kleine Instrumente, die die Musiker überraschend aus einer ihrer vielen Westentaschen zu Tage fördern oder auf einem Wägelchen mitbringen.

Dort, wo kein Deutsch gesprochen wird, entsteht durch die universelle Sprache der Musik eine ganz besondere Ebene der Begegnung von Kulturen und der Integration. Sehr emotional und bereichernd sind für beide Seiten die Begegnungen mit behinderten Kindern und Jugendlichen, die oft sehr freudig, emotional und ganz direkt auf musikalische Angebote ansprechen. Und manchmal vertreiben interaktive Musiker auch einfach nur die Langeweile und sorgen für Lachen und fröhlich-lustige Momente. „Wann machen wir wieder Musik?“ wird oft gefragt. Interaktive Musiker sind übrigens für alle da: für Patienten vom Frühchen bis zum Jugendlichen, Mama, Papa, Geschwister, Oma, Opa, Onkel, Tanten und sogar auch für das Krankenhauspersonal. Bekanntlich ist klar: Musik und Lachen machen ja gesund. 

Hoch hinaus: Eine Schaukel für die Kinder des Aegidius-Hauses

Die HannoverStiftung der Sparkasse Hannover hat den FREUNDEN AUF DER BULT E.V. einen vierstelligen Betrag für den Bau einer speziellen Schaukel für Rollstuhlfahrer im Garten des neu eröffneten Aegidius-Hauses gespendet. Zum Aufbau der Schaukel legte ein siebenköpfiges Team der Sparkasse Hannover selbst Hand an.

Spielend gesund werden: „Kunterbult“ eingeweiht

Mit einem bunten Familienprogramm ist Mitte November 2012 der neue Spielplatz „Kunterbult“ vor dem Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT eingeweiht worden. Die Anlage an der Janusz-Korczak-Allee wurde durch eine Spende in Höhe von 30.000 Euro finanziert, die der Verein der Freunde der Hannoverschen Kinderheilanstalt e. V. und die VGH Versicherungen zu gleichen Teilen beisteuerten.

Die Finanzierung war nur eine von zwei sozialen Komponenten des Projektes: Planung und konkrete Umsetzung lagen in den Händen von Nachwuchsführungskräften der VGH. Seit April 2012 arbeitete das achtköpfige Team des so genannten Fördernetzwerkes der VGH im Rahmen einer Personalentwicklungsmaßnahme am Konzept und der detaillierten Ausgestaltung. Eine im Spielplatzbau erfahrene Unternehmensberatung begleitete die engagierten Frauen und Männer fachkundig. Sie hatten für ihre gemeinwohlorientierte Aufgabe Zeit und Budget vom Arbeitgeber erhalten.

Vom 12. bis 16. November 2012 gruben, hämmerten und sägten die „Netzwerker“ und auch einige Mitglieder des Vereins der Freunde der Hannoverschen Kinderheilanstalt von morgens bis abends, um Spielhaus, Balance-Parcours, Steigbügelbalken, Hängemattenschaukel, Sitz- und Balancemikado, Rutsche und Sandkiste fristgerecht zur TÜV-Abnahme fertig zu stellen. Unterstützung erhielten sie durch 20 freiwillige VGH-Mitarbeiter, die jeweils zwei Tage Urlaub nahmen, um ehrenamtlich Hand mit anzulegen. Ursula Wembacher, Verein der Freunde der Hannoverschen Kinderheilanstalt e.V.: „Dank der finanziellen Unterstützung unserer Mitglieder und unseres ehrenamtlichen Engagements können wir als Verein der Freunde der Hannoverschen Kinderheilanstalt nun nicht nur im Krankenhaus, sondern auch davor mit der Villa Kunterbult den Aufenthalt der kleinen Patienten und ihrer Geschwister bunter gestalten.“